Lieber Nachrüsten als Nachzahlen!

 

 
Im Spiegel der Medien

 

 

Hamburger Abendblatt - 01.12.2006

Geld vom Staat für Rußfilter



Besitzer von neuen und alten Dieselfahrzeugen ohne Rußpartikelfilter müssen vom 1. April 2007 an einen Aufschlag auf die Kfz-Steuer zahlen. Dieser ist vier Jahre lang bis zum 31. März 2011 fällig, wie das Bundesumweltministerium nach Verabschiedung des Gesetzentwurfs über die Dieselrußfilterförderung mitteilte.

Der Aufschlag beträgt 1,20 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum und liegt damit bei den verbreiteten 1,9- oder 2,0-Liter-Dieselfahrzeugen insgesamt bei knapp 100 Euro. Wer dagegen seinen \"Gebrauchten\" mit Rußfilter nachrüstet, bekommt einen einmaligen Steuernachlass von 330 Euro. \"Wer klug ist und etwas für die Umwelt tut, spart damit mehr als 400 Euro\", sagte Verkehrsexperte Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland. \"Er muss damit nur ein Drittel der 600 Euro Einbaukosten für den Rußpartikelfilter aufbringen.\" Das Gesetz sollte ursprünglich früher in Kraft treten.

dpa
 

Auto Presse - 30.11.2006

Russfilter-Förderung beschlossen



Die steuerliche Förderung für die Nachrüstung von Diesel-Pkws mit Rußpartikelfiltern ist gestern Abend vom Bundeskabinett beschlossen worden. Auch wenn das Gesetz erst ab 1. April 2007 in Kraft tritt, wird die Nachrüstung rückwirkend zum 1. Januar 2006 mit einmalig 330 Euro gefördert. Die Unterstützung wird bis Ende 2009 gewährt.

Dagegen müssen Halter von Fahrzeugen, die nicht die Euro 4-Norm erfüllen, müssen über den Zeitraum von vier Jahren (1.4.07 bis 31.3.2011) 1,20 Euro mehr pro 100 Kubikmetern Hubraum zahlen. (ar/sb)

 

KFZ-Betrieb - 09.11.2006

Förderung für Dieselpartikelfilter kommt



Autofahrer können mit einer steuerlichen Förderung von einmalig 330 Euro rechnen, wenn sie nachträglich einen Dieselpartikelfilter einbauen. Nach der Einigung der Umweltminister haben am Donnerstag auch die Länderfinanzminister dem Öko-Bonus zugestimmt. Allerdings mit leichten Änderungen, wie es in Berlin nach der Finanzministerkonferenz hieß. So wird der Steuernachlass rückwirkend von Anfang 2006 an bis einschließlich 2009 gewährt, nicht aber auch für das Jahr 2005. Dies hatten die Umweltminister gefordert. Zudem fällt der Aufschlag bei der Kfz-Steuer geringer aus, der im Gegenzug für nicht nachgerüstete Fahrzeuge gezahlt werden soll. Statt 1,60 Euro sind nun 1,20 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum vorgesehen.

Damit steht der seit März 2005 andauernde Streit über den einmaligen Nachlass bei der Kfz-Steuer vor dem Ende. Da auch die Ministerpräsidenten sowie der Bund dahinter stehen, gilt eine endgültige Verabschiedung des befristeten Anreizprogramms als sicher. Mit dem Aufschlag für Fahrzeuge ohne Rußfilter soll die Subvention ohne Ausfälle für die Länderhaushalte finanziert werden, denen die Kfz-Steuer zufließt. Die Umweltminister hatten eine Überprüfungsklausel vereinbart, mit der nachjustiert werden soll.

Eine Nachrüstung kostet im Schnitt etwa 600 Euro. In Deutschland gibt es schätzungsweise 10 Millionen Dieselfahrzeuge. Davon könnten nach früheren Berechnungen mindestens zwei Millionen Alt-Fahrzeuge mit Partikelfiltern nachgerüstet werden. Für die jetzige Einigung wurden 1,5 Millionen Fahrzeuge unterstellt. Wie viele es am Ende sein werden und wie viel das Vorhaben kosten wird, ist letztlich offen. Ziel ist es, die Luftbelastung mit Feinstaub zu reduzieren.

Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag die aufkommensneutrale Förderung von Dieselrußfiltern vereinbart. Die Finanzminister standen dem Vorhaben Partei übergreifend von Anfang an skeptisch gegenüber. Dem Vernehmen nach soll noch geprüft werden, ob das Anreizprogramm und die ungleiche Behandlung nachgerüsteter und nicht nachgerüsteter Fahrzeuge auch mit EU-Recht vereinbar ist. Die Mehrzahl sehe aber keine Probleme, hieß es nach dem Ministertreffen.

 

T-Online Auto - 21.09.2006

2007 erste Fahrverbote in Innenstädten



Die ersten deutschen Innenstädte werden schon ab dem nächsten Jahr für Autos mit schlechter Abgasnorm dichtgemacht. Das berichtet die Zeitschrift "Auto Bild". Hintergrund der Innenstadtsperrungen sind die EU-Grenzwerte für Feinstaub, die derzeit in fast allen deutschen Großstädten überschritten werden. Der Straßenverkehr gilt als einer der Hauptverursacher der Feinstaub-Belastung.

 

Auto Bild - 08.09.2006

Förderung von Rußpartikelfiltern

330 Euro für Nachrüster



Die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen mit Rußpartikelfilter soll ab 2007 mit 330 Euro gefördert werden. Das beschlossen die Landesfinanzminister.

Von Boris Pieritz Am 7. September trafen sich die 16 Landesfinanzminister zu einer Konferenz. Thema: die Förderung der Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen mit Rußpartikelfiltern. Wie autobild.de aus gut informierten Kreisen erfuhr, ist jetzt eine Entscheidung gefallen. Ein von Bayern und Rheinland-Pfalz ausgearbeiteter Entwurf wurde mehrheitlich angenommen.

Dieser besagt, dass, wer seinen Selbstzünder mit einem Rußpartikelfilter nachrüstet, ab 2007 mit 330 Euro gefördert wird. Diejeningen, die ihren filterlosen Diesel hingegen nicht nachrüsten, zahlen demnach ab 2007 bis 2010 pro Jahr einen Zuschlag zur Kfz-Steuer von jeweils 1,60 Euro pro 100 cm³ Hubraum. Der verabschiedete Gesetzesentwurf der Landesfinanzministerkonferenz wird nun Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vorgelegt.

 

Spiegel Online - 07.09.2006

Erster Rußfilterkat für Biodiesel freigegeben



Twin-Tec gibt grünes Licht für Biodiesel: Als erster Hersteller gibt das Unternehmen seine Russfilterkatalysatoren zum Nachrüsten für den Pflanzensprit frei. Erst vor kurzem hat die Autoindustrie vor dem ausschließlichen Tanken von Biodiesel gewarnt.

Königswinter - Dieselfahrzeuge, die vom Hersteller eine Freigabe für den Biosprit haben, können auch nach der Nachrüstung mit Russfilterkatalysatoren ohne Auswirkungen auf Fahrzeug, Fahrverhalten und Filterkat mit Biodiesel betankt werden, teilte Twin-Tec in Königswinter bei Bonn mit.

Der Freigabe vorausgegangen seien umfangreiche Tests, bei denen die Auswirkungen des Biosprits auf die Filtergeneration sowie die katalytische Beschichtung des Rußpartikelfiltersystems untersucht wurden. Laut Twin-Tec ergeben sich durch Tanken von Biodiesel weder schlechtere Filtereigenschaften noch erhöhte CO2-Emissionen.

Biodiesel stand zuletzt in der Kritik, weil er angeblich die Filtereigenschaften moderner Rußpartikelfilter beinträchtige. Volkswagen, Audi, Ford und BMW hatten bekannt gegeben, dass ihre für Biodiesel zugelassenen Modelle nicht ausschließlich Biodiesel tanken dürften. Nur die ab nächstes Jahr gesetzlich vorgeschriebene Beimischung von fünf Prozent zum normalen Diesel sei unbedenklich.

 

auto motor sport - 07.09.2006

Rußfilter für Biodiesel



Als erster Hersteller hat das Unternehmen Twin-Tec jetzt nach eigenen Angaben seine Rußfilterkats zum Nachrüsten älterer Dieselfahrzeuge für den Betrieb mit Biodiesel freigegeben.

Fahrzeuge, die vom Hersteller eine Freigabe für den Biosprit haben, können auch nach der Filternachrüstung ohne Auswirkungen auf Fahrzeug, Fahrverhalten und Filterkat mit Biodiesel betankt werden, teilt das Unternehmen in Königswinter bei Bonn mit.

Der Freigabe vorausgegangen seien umfangreiche Tests, bei denen die Auswirkungen des Biosprits auf die Filtergeneration sowie die katalytische Beschichtung des Rußpartikelfiltersystems untersucht wurden. Laut Twin-Tec ergeben sich durch Tanken von Biodiesel weder schlechtere Filtereigenschaften noch erhöhte CO2-Emissionen. Biodiesel stand zuletzt in der Kritik, weil es angeblich die Filtereigenschaften moderner Rußpartikelfilter beinträchtige.

 

Kölnische Rundschau - 30.08.2006

Wer darf in die Umweltzone



Der Bund hat am 31. Mai 2006 die „Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge“ beschlossen. Sie muss noch in Brüssel ratifiziert werden und tritt voraussichtlich 2007 in Kraft. Mit ihr wird die Kennzeichnung von Fahrzeugen nach der Höhe ihrer Schadstoffemission bundesweit einheitlich geregelt. Die Fahrzeuge erhalten je nach Schadstoffausstoß entweder keine oder eine rote, gelbe oder grüne Plakette. Diese Plaketten sollen bei den Kfz-Zulassungsstellen, beim TÜV und bei Auto-Werkstätten ausgegeben werden und voraussichtlich etwa fünf Euro kosten. Außerdem wird ein Verkehrszeichen eingeführt, das die Kommunen zur Anordnung von Verkehrsbeschränkungen in „Umweltzonen“ aufstellen können. In der Kölner Innenstadt soll ab dem 1. Januar 2008 zunächst eine „rot-gelb-grüne Umweltzone“ eingerichtet werden, das heißt nur Fahrzeuge mit Plakette haben dort das Zufahrtsrecht. Fahrzeuge mit Otto-Motor ohne einen geregelten Katalysator sowie alte Diesel-Fahrzeuge bis einschließlich Euro-Norm 1 haben keine Zufahrt mehr. Ist die Belastung weiterhin zu hoch, soll die Zone ab 1. Januar 2010 auf „Gelb-Grün“ verschärft werden. Dann haben Diesel-Fahrzeuge nur noch Zufahrt, wenn sie mit einem Partikelfilter ausgerüstet sind und die Schadstoffklasse Euro 3 haben (Partikelausstoß höchstens 50 Milligramm pro Kilometer). Nach Auskunft des Kraftfahrt-Bundesamts entsprechen derzeit 49,1 Prozent der Pkw der schadstoffreduzierten Euro 3- oder Euro 4-Norm.

 

Frankfurter Rundschau - 14.08.2006

Neuer Plan für Rußfilter



Länder legen Fördermodell vor

Berlin/München - Im Streit zwischen Bund und Ländern über eine steuerlich geförderte Auto-Nachrüstung mit Diesel-Rußpartikelfiltern scheint nun ein Durchbruch möglich zu sein: Die Umwelt- und Finanzminister der Bundesländer haben sich auf ein Alternativmodell zu dem des Bundes verständigt. Das bestätigte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU). "Das Modell hat gute Chancen, politisch über die Bühne zu gehen", sagte Schnappauf.

Nach dem Ländermodell ist eine Steuerförderung von 330 Euro vorgesehen - 30 Euro mehr als vom Bund geplant. Sie soll für die Nachrüstung von Altfahrzeugen bis zur EU-Emissionsnorm 4 gelten, deren Schadstoffe um bis zu 50 Prozent verringert werden. Die Förderung soll von 2007 an möglich sein. Das Bundesmodell sieht einen Start bereits in diesem Jahr vor.

Finanziert werden solle die Entlastung von den Autofahrern, die ihre Altfahrzeuge nicht nachrüsten lassen, erläuterte Schnappauf. Gezahlt werde nicht pauschal wie beim Bundesmodell, sondern nach Hubraum. "Für ein 2-Liter-Dieselauto bedeutet das 32 Euro im Jahr Kfz-Steuermehrbelastung", sagte der Minister. Ausgenommen seien Autos mit modernster Abgastechnik.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) begrüßte den Vorstoß der Bundesländer. "Wir werden das Konzept genau prüfen", sagte er. Die Förderung des Partikelfilters müsse rasch kommen, damit die Feinstaubbelastung der Innenstädte sinke. dpa

 

Berliner Morgenpost - 08.08.2006

Deutschland verfehlt Ziele zur Luftreinhaltung



Berlin - Deutschland läuft nach Angaben des Umweltbundesamtes Gefahr, seine Vorreiterrolle bei der Luftreinhaltung in Europa zu verlieren. Seit Anfang 2000 habe sich die Luftqualität nicht weiter verbessert. Zudem würden die EU-weit festgelegten Grenz- und Zielwerte für Feinstaub, Stickstoffoxide und Ozon nach wie vor überschritten. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass Deutschland, wie eine ganze Reihe anderer EU-Mitgliedsstaaten auch, die vereinbarten Luftqualitätsziele auch 2010 nicht erreichen wird", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Andreas Troge, der Morgenpost.

Keinesfalls dürften Schwierigkeiten, die Grenzwerte einzuhalten, zu deren Abschwächung führen, warnte das UBA. Die derzeit diskutierte Erhöhung der zulässigen Überschreitungstage beim Feinstaub von 35 auf 55 Tage, wie sie zuletzt auch vom Umweltausschuss des Europäischen Parlaments vorgeschlagen wurde, sei nicht akzeptabel. "Wir verbessern unsere Luft nicht, indem wir Grenzwerte an gemessene Konzentrationen anpassen oder Messverfahren ändern", sagte Troge. Stattdessen stünden die EU, Länder und Bund, aber auch Städte und Kommunen in der Pflicht, ihre Pläne zur Minderung der Feinstaubkonzentration endlich konsequent umzusetzen. Hierzu gehörten auf lokaler Ebene etwa begrenzte Fahrverbote für alte, schadstoffreiche Fahrzeuge und verbesserte Angebote im öffentlichen Nahverkehr. Zudem müssten sich Bund und Länder endlich über die Finanzierung der Partikelfilternachrüstung von Dieselfahrzeugen einigen.

Ausdrücklich weist das UBA darauf hin, dass auch die bisherigen Maßnahmen zur Beschränkung der Stickstoffoxidemissionen nicht ausreichen. Ähnlich wie beim Feinstaub sollen von 2010 an auch für Stickstoffoxide EU-weite Grenzwerte gelten. "Nach den bisherigen Emissionstrends ist nicht damit zu rechnen, dass Deutschland diese Grenzwerte einhalten wird", sagte ein UBA-Sprecher. Derzeit würde der vorgesehene Jahresgrenzwert an fast jeder fünften deutschen Messstelle überschritten: "Wir laufen Gefahr, in die gleiche Falle wie beim Feinstaub zu tappen."

 

Kfz-Betrieb - 03.07.2006

Twin-Tec

Ein neuer Millionenmarkt

Twin-Tec-Sprecher Rainer Werthmann rät, schon jetzt Nachrüstfilter vorzuhalten

Redaktion: Beginnt das Nachrüstgeschäft nun zu laufen, nachdem die Bundesregierung die Kennzeichnungsverordnung beschlossen hat?

Rainer Werthmann: Es gibt, wenn Sie so wollen, drei Bausteine: Erster Baustein war die Verabschiedung der technischen Vorgaben, die die Hersteller von Nachrüstsystemen überhaupt erst in die Lage versetzt haben, serienreife Nachrüstsysteme auf den Markt zu bringen. Ein zweiter, ebenso wichtiger Baustein ist „Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge“, die das Kabinett am 31. Mai 2006 verabschiedet hat. Nach dieser erhalten übrigens alle mit dem Twin-Tec-Rußfilterkat nachgerüsteten Euro-3-Dieselfahr¬zeuge die beste, nämlich die „Grüne Plakette“ der Schadstoffgruppe 4. Dritter und vorerst letzter Schritt ist die lang erwartete Förderung. Im Gespräch sind 300 Euro. Wenn Dieselfahrzeugen ohne Filter Fahrverbote drohen, werden die Autobesitzer sicherlich verstärkt darüber nachdenken, ihr Fahrzeug schnellstmöglich nachzurüsten. Kfz-Werkstätten, die sich darauf einstellen und ihre Kunden vernünftig informieren, werden hier Vorteile gegenüber ihren Wettbewerbern haben.

Für wann rechnen Sie mit einer Entscheidung über die finanzielle Förderung?

Ich glaube, dass noch in diesem Jahr eine steuerliche Förderung verabschiedet wird.

Wie groß ist das Marktpotenzial für die Förderung, d. h. wie viele Autofahrer werden ihr Fahrzeug nachrüsten lassen?

Die Besitzer von jungen Fahrzeugen, also Euro-4- und Euro-3-Diesel-Pkw, werden sicherlich zuerst handeln und ihre Fahrzeuge nachrüsten. Twin-Tec ist ja der Anbieter, der derzeit die meisten Fahrzeuge dieser Kategorie abdeckt. Um genauer zu sein: Unser neues Lieferprogramm bietet über 450 Anwendungen und deckt damit rund vier Millionen in Deutschland zugelassene Fahrzeuge ab. Kurz- und mittelfristig geht das Umweltministerium bei seinen Berechnungen von knapp 1,5 Millionen Fahrzeugen aus, die nachgerüstet werden. Ich halte das für eine realistische Annahme.

Wie hoch wird der Anteil des Freien Marktes an diesem Geschäft sein?

Ich denke, die Freien Werkstätten, die AU-berechtigt sind, haben die gleiche Chance von der Nachrüstung zu profitieren wie Vertragswerkstätten. Vorausgesetzt, sie werden aktiv und informieren sich und natürlich ihre Kunden. Wer jetzt handelt und sich beispielsweise mit den Nachrüstsätzen für die gängigsten Fahrzeugtypen versorgt, kann nichts falsch machen und wird „die Nase vorn haben“, wenn die ersten Lieferengpässe am Markt auftreten.

Welches Verdienstpotenzial kann ein Kfz-Betrieb bei der Filternachrüstung erwarten?

Wir beliefern den Handel, nicht die Werkstatt direkt. Aber, wenn Sie berücksichtigen, dass der Einbau eines Rußfilterkats in der Regel nicht länger als 30 bis 60 Minuten dauert und mit werkstattüblichem Gerät vorgenommen wird, werden Einbaukosten und Systemverkauf an den Verbraucher sicherlich zu einem lohnenden Umsatz und gutem Verdienst für die Werkstätten führen.

Welche technischen und kundenspezifischen Vorteile hat der Twin-Tec-Filter gegenüber den Wettbewerbsprodukten?

In umfangreichen Tests der Fahrzeughersteller wurde die

„Der Einbau des Rußfilterkats bringt den Werkstätten guten Verdienst“

Dauerhaltbarkeit des Twin-Tec-Rußfilterkats immer wieder nachgewiesen. Von den Erfahrungen in der Serie (z. B. MAN oder BMW) profitiert die Nachrüstung. Die meisten Fahrzeughersteller setzen im Übrigen auf das gleiche Substrat, das wir einsetzen. Qualität hat bei Twin-Tec immer Priorität. Das macht unseren Erfolg aus, und das wissen auch Ihre Leser, die Kfz-Werkstätten, die auch in der Vergangenheit gemeinsam mit uns erfolgreich zusammengearbeitet haben. Wir haben das umfangreichste Lieferprogramm mit einem wartungsfreien Qualitätsprodukt, typgenehmigt nach Anlage XXVI, das einfach und schnell eingebaut werden kann. Besser geht’s nicht.

Die Fragen stellte Jan Rosenow

 

BMU - 31.05.2006

BMU: Bundeskabinett beschließt Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge



Das Bundeskabinett hat heute die "Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge" in geänderter Fassung beschlossen. Mit der Verordnung wird die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach der Höhe ihrer Partikelemission bundesweit einheitlich geregelt. Außerdem wird ein Verkehrszeichen eingeführt, das die örtlichen Behörden zur Anordnung von Verkehrsbeschränkungen aufstellen können.

Die Partikelemissionen aus Dieselmotoren tragen mit einem deutlichen Anteil zur Feinstaubbelastung bei. Daher können zur Minderung für hochemittierende Fahrzeuge örtliche Fahrbeschränkungen unabweisbar sein. Durch Plaketten gekennzeichnete Kraftfahrzeuge können von solchen Beschränkungen, über die auf Länderebene entschieden wird, ganz oder teilweise ausgenommen werden. Gekennzeichnet werden Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Busse von Euro 2 bis Euro 4 (Pkw) und Euro II bis Euro V (Lkw, Busse) nach den von den Fahrzeugen eingehaltenen europäischen Grenzwertstufen. Durch erfolgreiche Nachrüstung des Fahrzeugs können Autofahrer die Eingruppierung in eine bessere Schadstoffgruppe erreichen.

Mit dem heutigen Beschluss übernimmt die Bundesregierung die Änderungen, die der Bundesrat an der ursprünglich beschlossenen Kennzeichnungsverordnung gefordert hatte. So entfällt die Schadstoffgruppe 5 für Diesel-Pkw mit einem Partikelgrenzwert von 5 Milligramm pro Kilometer (Euro 5) und die Plaketten erhalten je nach Schadstoffklasse unterschiedliche Farben. Außerdem wird die Verordnung 5 Monate nach Verkündung in Kraft treten. Die Verkündung kann aber erst nach abgeschlossenem Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission erfolgen.

Ausgabestellen für die Plaketten sind neben den Kfz-Zulassungsstellen, die Technischen Überwachungsvereine (TÜV) und über 30.000 zur Abgasuntersuchung zugelassene Werkstätten. Über den Erwerb der Plakette kann der Autofahrer selbst entscheiden. Im Regelfall wird er sich diese bei einem anstehenden Werkstattbesuch beschaffen.

 

auto reparatur markt - Mai 2006

Twin-Tec: grüne Plakette für Rußfilterkat



Wer ein Dieselfahrzeug ohne Filter verkaufen will, wird schon bald beim Preis deutliche Abstriche machen müssen. Aber, die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit einem Rußfilterkat ist jetzt möglich und sinnvoll. Denn: Diesel-"Stinkern" drohen künftig Fahrverbote, nachdem das Kabinett im Februar die Einführung von Plaketten beschlossen hat, an denen die Höhe der Emissionen der jeweiligen Fahrzeuge erkennbar wird. Dafür sollen demnächst drei farblich gekennzeichnete Plaketten vergeben werden, wie der Bundesrat am 7. April 2006 beschlossen hat. Eine finanzielle Förderung der Nachrüstung ist im Koalitionsvertrag festgelegt, steht aber noch aus.

Besitzer von Dieselfahrzeugen ohne Rußfilter haben die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge mit einem Rußfilterkat nachzurüsten. Das mittelständische Unternehmen Twin-Tec aus Königswinter bei Bonn beliefert bereits seit Januar den Handel mit Rußfilterkatalysatoren zur Nachrüstung. Euro-3-Fahrzeuge, die mit einem Twin-Tec-Rußfilterkat nachgerüstet werden, erfüllen die höchsten Ansprüche der oben beschriebenen Kennzeichnungsverordnung und erhalten dem entsprechend auch die grüne Plakette der Schadstoffgruppe vier. Nachgerüstete Dieselfahrzeuge mit Euro-2-Abgasnorm werden mindestens mit der zweitanspruchvollsten gelben Plakette gekennzeichnet.

Twin-Tec bietet derzeit Systeme für über zwei Mio. Fahrzeuge von Audi, Ford, Mazda, Nissan, Opel, Renault, Skoda, Seat, Volvo und VW an (www.Dieselrussfilter.de). Bereits für Mai wird das Lieferprogramm umfangreich erweitert. Geplant sind Rußfilterkatalysatoren für verschiedene Alfa, für diverse Fahrzeugtypen von Citroen und Peugeot, für Fiat und Lancia. Auch das Lieferprogramm der Fordmodelle wird um den 1,4 Liter Fiesta, den 1,8 Liter Transit Connect und den Mondeo (2 und 2,2 Liter) erweitert. Zur Feinstaubentlastung beitragen soll künftig auch der Jaguar X-Type 2.0. Neben umfangreichen Liefererweiterungen bei Modellen von Opel und Volvo, werden auch viele Mercedesfahrer einen Rußfilterkat nachrüsten können. In Vorbereitung sind Fahrzeuge der alten und neuen A-Klasse, der B-, C- und E-Klasse der Vaneo mit 67 kW und der ML 270 CDI mit 120 kW.

Auch der Vito und der Sprinter werden bald die Rußpartikel reduzieren, wenn sie denn mit einem Rußfilterkat von Twin-Tec nachgerüstet werden. Ebenso ist eine Erweiterung des Lieferumfangs von Fahrzeugen der VAG vorgesehen.
Modelle von Suzuki und Toyota sind in Planung.

TWIN-TEC als herausragendes Unternehmen der Automobil- und Transportbranche ausgezeichnet





Insgesamt 18 führende Unternehmen der Automobil- und Transportbranche wurden im Rahmen eines "Excellence in Automotive & Transportation Awards" für ihre Leistungen im vergangenen sowie in diesem Jahr geehrt. Zu den verdienten Top-Performern gehören u.a. SAP, Siemens ITS, Microsoft, Shell und das mittelständische Unternehmen aus Königswinter TWIN-TEC, das für seinen Rußfilterkat zum Nachrüsten ausgezeichnet wurde.

Zwischenzeitlich wurde auch das Rußfilterkat-Lieferprogramm von Twin-Tec erheblich erweitert. Für nahezu alle gängigen Fahrzeugtypen vorrangig mit Euro-3-Abgasnorm bietet Twin-Tec kurzfristig Nachrüstlösungen. Alle dann nachgerüsteten Euro-3-Diesel-Pkw werden mit der besten, der grünen (4) Kennzeichnungsplakette belohnt. Natürlich erhalten auch alle Fahrzeugbesitzer, die nachrüsten, die vorgesehene Förderung. Eine entsprechende Bekanntmachung wird laut Twin-Tec-Sprecher Rainer Werthmann noch vor der Sommerpause erwartet.

Die von Frost & Sullivan vergebenen Auszeichnungen wurden im Rahmen eines Banketts im Münchner Bayerischen Hof übergeben. Frost & Sullivan ist eine renommierte, weltweit tätige Unternehmensberatung. Das Unternehmen arbeitet mit einem Netzwerk von mehr als 1000 Industrieanalysten, Beratern und Mitarbeitern und unterhält 25 Niederlassungen in allen wichtigen Regionen der Welt.

ZDF - 09.05.2006

Gut für die Umwelt und den Geldbeutel?

Für wen sich Rußpartikelfilter und Kaltlaufregler lohnen



Es klingt fast zu gut und soll dennoch möglich sein. Wer Diesel- und Benzinfahrzeuge nachrüstet, um Abgase zu reduzieren, soll Steuern sparen können, den Wert des Autos erhöhen und etwas Gutes für die Umwelt tun. Während Förderungen für Rußpartikelfilter derzeit noch geplant werden, können Besitzer von Benzinfahrzeugen bereits jetzt profitieren.

Dieselautos sind eine der Quellen von Feinstaub und können möglicherweise in Zukunft von Fahrverboten betroffen sein, wenn bestimmte Schadstoffwerte nicht eingehalten werden. Ein so genannter Partikelfilter kann den Ausstoß drastisch senken.

Förderung unsicher
Rußpartikelfilter sind bei vielen Neuwagenmodellen erhältlich und werden seit ein paar Monaten auch zum Nachrüsten produziert. Sie können von jeder Werkstatt eingebaut werden, die auch für Abgasuntersuchungen zugelassen ist. Eine solche Nachrüstung ist allerdings nicht ganz billig und kostet im Allgemeinen zwischen 600 und 700 Euro.

Viele Fahrer schrecken vor diesen Kosten zurück, denn noch ist unklar ob und wie der Einbau eines solchen Filters gefördert wird. Derzeit geplant ist eine einmalige Steuergutschrift für die Nachrüstung, die etwa die Hälfte der Einbaukosten betragen soll. Außerdem gilt möglicherweise ab 2008 ein günstigerer Steuersatz für alle Diesel-Fahrzeuge mit Rußpartikelfilter.

Lohnende Investition
Im Gegensatz zur unsicheren Situation bei Dieselfahrzeugen ist Millionen von Besitzern älterer Benzinautos eine Förderung sicher, denn sie können für viel weniger Geld einen so genannten Kaltlaufregler nachrüsten. Dieser bringt den Motor nach dem Start schneller auf die Betriebstemperatur und senkt so den Ausstoß schädlicher Abgase.

Keine andere Wahl
Beide Arten der Nachrüstung lohnen, denn der Wiederverkaufswert steigt, wenn man neueste Technik zur Schadstoffminderung einbaut. Außerdem wird man möglicherweise bald gar keine andere Wahl haben. "Man ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite, wenn es um Fahrverbote geht", erklärt der Automobiljournalist Andreas Keßler, "denn es gibt ja Luftreinhaltepläne der Länder und Gemeinden. In Einzelfällen könnten alte Autos in Zukunft nicht mehr fahren, es sei denn, sie sind bereits umgerüstet."

Kölner Stadt-Anzeiger - 10.04.2006

Extras sind keine Geldanlage



von Felix Rehwald

Ostfildern/Limburg - Ist die Entscheidung für Marke, Modell und Motor gefallen, stehen Autokäufer vor der nächsten Frage: Welche Ausstattung soll der Wagen haben? Experten warnen davor, teure Extras nur zum besseren Werterhalt zu ordern. […]

Angesichts der Diskussion um Fahrverbote für ungefilterte Diesel bei Feinstaubalarm sei es negativ, wenn ein Partikelfilter fehlt. Die Abgasnorm sollte mindestens Euro 4 betragen. Auch eine umfangreiche Sicherheitsausstattung sei von Vorteil. «Alles, was danach kommt - Sitzheizung, Schiebedach oder elektrische Sitzverstellung -, ist "nice to have"», sagt Margetts, für den Werterhalt aber nutzlos. […]

(dpa/gms)

Presseinformation Bundesrat 58/2006 - 7.04.2006

Bundesrat fordert Änderungen bei der Kennzeichnung emissionsarmer Fahrzeuge



Der Bundesrat hat heute der so genannten Kennzeichnungsverordnungen nach Maßgabe von Änderungen zu gestimmt. Entgegen der von der Bundesregierung vorgelegten Verordnung sollen nach Ansicht des Bundesrates nicht fünf, sondern lediglich vier Schadstoffgruppen vorgesehen werden. Dies diene der Verwaltungsvereinfachung. Die Plaketten, die am Kraftfahrzeug angebracht werden müssen und die über die jeweilige Schadstoffgruppe Auskunft geben, sollen zur Erleichterung der Überwachung farblich gekennzeichnet werden. So soll die Plakette der Schadstoffgruppe zwei rot, die der Schadstoffgruppe drei gelb und die der Schadstoffgruppe vier grün sein.

Schließlich sollen nach Ansicht des Bundesrates Beginn und Ende eines Verkehrsverbots zur Verminderung der Feinstaubbelastung in einer Zone durch ein neues Zeichen gekennzeichnet werden. Das in der Verordnung der Bundesregierung vorgesehene Smog-Zeichen sei hierzu nicht geeignet, da die durch Feinstaub hervorgerufenen Luftbelastungen, bei weitem nicht mit den Luftbelastungen eines Smog-Alarms vergleichbar sind. Schließlich soll die Verordnung nicht sofort nach Verkündung, sondern erst fünf Monate später in Kraft treten. Die Zulassungsbehörden bedürften eines gewissen Vorlaufs um die Plaketten zu beschaffen und deren Ausgabe vorzubereiten.

Die Bundesregierung hat nun die Möglichkeit, die Verordnung mit den vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen zu verkünden oder von einer Verkündung Abstand zu nehmen. In einer Entschließung weist der Bundesrat darauf hin, dass auch die Grenzwerte für Stickoxide in vielen Ballungsräumen überschritten werden. Die Kennzeichnungsverordnung enthalte jedoch keinen Mechanismus, um darauf zu reagieren. Außerdem wird die Bundesregierung aufgefordert, noch vor der Sommerpause 2006 eine Verordnung für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Partikelminderungssystemen vorzulegen.

Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge Drucksache 162/06 (Beschluss)

Kfz-betrieb-online - 07.04.2006

Umweltplaketten: Bundesrat will Änderungen

Die Aufkleber sollen bunt werden



Der Bundesrat hat die geplanten Umweltplaketten für schadstoffarme Fahrzeuge bei Feinstaub-Belastung gebilligt, jedoch Nachbesserungen verlangt. Nach Ansicht der Länderkammer sollten nicht fünf, sondern nur vier Schadstoffgruppen eingeführt werden. Dies diene der Vereinfachung, erklärten die Länder am Freitag. Die Plaketten, die als Aufkleber an die Windschutzscheibe gebracht werden sollen und über die jeweilige Schadstoffgruppe Auskunft geben, sollten zudem farblich gekennzeichnet werden.

Nach der so genannten Kennzeichnungsverordnung können schadstoffarme Autos, Lastwagen und Busse künftig gezielt von innerörtlichen Fahrverboten wegen hoher Feinstaubbelastung ausgenommen werden. Diesel-Fahrzeuge mit hohem Rußausstoß und alte "Benziner" ohne geregelten Katalysator erhalten keine Plakette und fallen unter das von Ländern und Kommunen festzulegende Fahrverbot. Durch die Plakette für unterschiedliche Schadstoffgruppen müssen die Städte bei erhöhter Feinstaubbelastung keine generellen Fahrverbote verhängen, sondern können Ausnahmen zulassen.

Um die Ausnahmen von Fahrbeschränkungen vor Ort steuern zu können, hatte die Bundesregierung geplant, vier weiße Plaketten mit schwarzen Schadstoffnummern von 2 bis 5 einzuführen. Der Bundesrat plädiert nun dafür, die Plakette der Schadstoffgruppe zwei rot, die der Gruppe drei gelb und die der Schadstoffgruppe vier grün zu kennzeichnen.

Schließlich sollte nach Ansicht des Bundesrates die Verordnung nicht sofort nach Verkündung, sondern erst fünf Monate später in Kraft treten. Die Zulassungsbehörden bedürften eines gewissen Vorlaufs um die Plaketten zu beschaffen und deren Ausgabe vorzubereiten. Auch sollten Beginn und Ende eines Verkehrsverbots zur Verminderung der Feinstaubbelastung in einer Zone durch ein neues Zeichen gekennzeichnet werden. Das in der Verordnung der Bundesregierung vorgesehene Smog-Zeichen sei hierzu ungeeignet, da die durch Feinstaub hervorgerufenen Luftbelastungen bei weitem nicht mit den Belastungen eines Smog-Alarms vergleichbar seien.

Quelle:dpa
Bernd Otterbach

Salzkammergut Internet Zeitung - Ohlsdorf, Austria - 06.04.2006

Partikelfilter-Förderung zeigt Wirkung – Zahl der "rußfreien" Diesel-Pkw nimmt zu



Eine Erhebung des ÖAMTC bei den Fahrzeug-Importeuren zeigt: Bis Ende 2006 werden knapp 60 Prozent aller neuzugelassenen Diesel-Fahrzeuge mit einem Partikelfilter ausgestattet sein. "Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", zeigt sich Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, über die aktuelle Entwicklung erfreut. "Die Partikelfilter-Förderung zeigt Wirkung. Seit der Einführung am 1. Juli 2005 steigt die Zahl der 'rußfreien' Dieselfahrzeuge kontinuierlich."

[…] Vorsicht beim Autokauf - Pkw ohne "Filter" sinkt im Wert beim Wiederverkauf


Viele Autofirmen überlassen dem Käufer die Entscheidung und bieten ihre Neuwagen optional mit oder ohne Dieselpartikelfilter an. "Allerdings sollten Autofahrer bedenken, dass sich der Wiederverkaufswert erheblich mindern kann, wenn man sich für ein Auto ohne Partikelfilter entscheidet. Der Verkäufer hat mit massiven Preisnachteilen zu rechnen", warnt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. […]

Nachrüsten macht Sinn - Bis zu über 80 Prozent Partikelreduktion

Aber auch gebrauchte Fahrzeuge müssen entsprechend nachgerüstet werden. Laut Rohracher ist für die Reduktion von Schadstoffbelastungen die Nachrüstung von Pkw mit entsprechenden Partikelfiltern notwendig. "Jeder Beitrag zur Feinstaubreduktion ist wichtig und sollte dementsprechend von allen Ländern unterstützt und gefördert werden. Immerhin bringt auch ein Nachrüstfilter generell bis zu 50 Prozent Partikelreduktion, bei den Feinstpartikeln sogar über 80 Prozent", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Möchte ein Autofahrer seinen Gebrauchten mit einem "Rußfilter" nachrüsten, erhält er, je nach Bundesland in dem sein Fahrzeug zugelassen ist, eine Förderung vom Land. So etwa in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark. Hier schießt das Land jeweils 300 Euro für den Einbau eines Nachrüstfilters zu. […]

Financial Times Deutschland – 24.03.2006

Steuerbonus für Dieselfilter spätestens 2007

Jahresgrenzwert noch früher überschritten als 2005 Lkw-Verbot in der Silbersteinstraße hilft nur wenig

von Jens Tartler, Berlin

Die Steuerförderung von Nachrüstfiltern für bereits angemeldete Dieselautos wird 2007 oder sogar noch in diesem Jahr einsetzen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte am Donnerstag, die Förderung werde "definitiv deutlich vor 2008" starten.

Technik für saubere Luft: Partikelfilter mit und ohne OxidationskatalysatorEr wollte sich aber nicht auf das Jahr 2006 oder 2007 festlegen. Der Sprecher wies damit die Kritik des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zurück. Dieser hatte behauptet, das Finanzministerium wolle erst ab 2008 Nachrüstfilter steuerlich fördern.

Der Sprecher sagte weiter, der Zuschlag auf die Kfz-Steuer für neue Diesel-Pkw ohne Rußfilter solle ab Anfang 2008 erhoben werden. Die Malusregelung für Neuwagen ohne Filter und die Förderung für Filter würden insgesamt aufkommensneutral ausgestaltet. Der Referentenentwurf für das Gesetz solle im April fertig gestellt werden und dann in die Abstimmung zwischen den Ministerien gehen [...]

Der Tagesspiegel – 21.03.2006

Die Berliner Luft ist wieder über dem Feinstaub-Limit

Jahresgrenzwert noch früher überschritten als 2005 Lkw-Verbot in der Silbersteinstraße hilft nur wenig

Von Stefan Jacobs

Das Lkw-Fahrverbot hat die Silbersteinstraße in Neukölln nicht vor einem neuen Feinstaub-Rekord bewahrt: An 36 Tagen seit Jahresbeginn hat die dortige Luftmessstation mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft registriert. Damit wurde das zulässige Jahreslimit schon rund drei Wochen früher überschritten als im vergangenen Jahr. Bundesweit liegt die Straße auf Platz zwei hinter der Landshuter Allee in München. Auch die Frankfurter Allee in Friedrichshain liegt mit 35 Überschreitungen (Platz vier) schon am Limit.

Die Berliner Umweltverwaltung hält das Problem weiter für kurzfristig nicht lösbar. „Wir fühlen uns in unseren Analysen bestärkt“, sagt Manfred Breitenkamp, Leiter der Abteilung Umweltpolitik. Bei der Auswertung der Messdaten von 2005 aus der Silbersteinstraße habe sich gezeigt, dass die Feinstaubbelastung durch das Lkw-Fahrverbot um etwa drei Mikrogramm pro Kubikmeter gesunken sei…

…Das Fahrverbot in der Silbersteinstraße habe also erwartungsgemäß gewirkt und im vergangenen Jahr Überschreitungen an vermutlich zehn bis zwölf Tagen verhindert, sagt Breitenkamp. Insgesamt lagen Silbersteinstraße und Frankfurter Allee 2005 an 72 Tagen über dem Grenzwert – Platz acht im bundesweiten Vergleich…..

…Nach einer neuen Studie der Universität Baltimore ist Feinstaub noch schädlicher als bisher vermutet. Besonders die extrem feinen Partikel, die beispielsweise aus modernen Diesel-Autos ohne Rußfilter geblasen werden, lösen Entzündungen aus und gelten als krebserregend. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland will am Mittwoch um 11 Uhr in der Silbersteinstraße für die Durchsetzung des Lkw-Verbotes und die Einrichtung der Umweltzone demonstrieren.

Umwelt Magazin - 20.03.2006

Grüne wünschen sich
ein Dieselfilter-Gesetz

Die Bundesregierung soll nach dem Willen von Bündnis 90/Die Grünen ein Gesetz zur steuerlichen Förderung von mit Partikelfiltern ausgerüsteten Dieselfahrzeugen vorlegen. Die rasche Einführung des Dieselfilters bei Neufahrzeugen und nachgerüsteten Altfahrzeugen sei das zentrale, weil schnell wirksame Instrument, um die Partikelbelastungen des Verkehrs zu senken.

In ihrem Antrag (16/946) werben die Grünen damit, dass die Förderung partikelarmer Dieselfahrzeuge durch befristete Steuerbefreiung im Rahmen der Kfz-Steuer als Anreizprogramm dienen könnte.

Von der Bundesregierung erwarten sie eine Gesetzesvorlage, die bis "spätestens" zum 1. Juli 2006 in Kraft treten und über drei Jahre gestreckte Nachlässe bei der z-Steuer gewähren soll. Nach den Vorstellungen der Fraktion sollten die Fördersummen so gestaffelt sein, dass sie nach dem Wirkungsgrad der Filter unterscheiden.

Diejenigen Dieselfahrzeuge sollten steuerlich am meisten begünstigt werden, deren Filter den höchsten Wirkungsgrad und deren Abgase am wenigsten Partikel aufweisen. Im Weiteren müsse die Regierung Dieselfahrzeuge fördern, die mit einem so genannten Vollfilter nachgerüstet werden, der nahezu 99 Prozent der Partikelemissionen herausfiltert und einen Grenzwert von fünf Milligramm pro Kilometer einhält.

Die Förderung über die Kfz-Steuer solle sich dabei auf 600 Euro belaufen. Diese Regelung solle auf Fahrzeuge zutreffen, die vor dem 1. Januar 2006 erstmals zugelassen worden sind. Einen Nachlass bei der Kfz-Steuer in Höhe von 250 Euro solle die Regierung Dieselfahrzeugen gewähren, die mit einem so genannten Teilfilter nachgerüstet würden und die mit ihrem Abgasausstoß die 29. Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung einhalten.

Die neue Epoche - 14.03.2006

Feinstaub noch gefährlicher als vermutet

Risiko steigt star bei Partikeln der Größe bis 2,5 Mikrometer

AP Chicago - Eine hohe Feinstaub-Belastung erhöht das Risiko für Herz- und Atemwegserkrankungen. Zwar haben in der Vergangenheit bereits zahlreiche Studien die Gesundheitsgefahren von Feinstaub belegt. Eine neue Untersuchung der John Hopkins Universität in Baltimore zeigt aber, dass erhöhte Werte von Partikeln der Größe bis 2,5 Mikrometer (PM2,5) auch schon kurzfristig die Zahl der Krankenhauseinlieferungen steigern. Die Forscher glichen für Senioren in 204 städtischen US-Bezirken die Zahl der Krankenhausneuzugänge mit den Feinstaubwerten ab. Demnach erhöhte eine Steigerung der PM2,5-Konzentration um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter am gleichen Tag das Herzinfarktrisiko um 1,28 Prozent, wie das «Journal of the American Medical Association (JAMA)» berichtet. Auch Einlieferungen wegen Atemwegsbeschwerden traten gehäuft auf. Die Forscher gehen davon aus, dass die winzigen Partikel Entzündungsprozesse im Körper, etwa in der Lunge, fördern. Feinstaub entsteht unter anderem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, etwa im Straßenverkehr.
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Welt am Sonntag - 12.03.2006

Endlich Nichtraucher

Die Schadstoffplakette ist beschlossen, Dieselautos drohen nun Fahrverbote bei hoher Feinstaubbelastung. Nachrüst-Rußfilter können helfen

Ohne Plakette kein Zutritt. In dieser knappen Formel endet die Auseinandersetzung um den Feinstaub. Die Bundesregierung hat beschlossen, daß ein Aufkleber an der Pkw-Windschutzscheibe die Reinheit des Abgases belegen soll. Von der Schadstoffstufe könnte in Zukunft abhängen, ob man bei hoher Staubbelastung in die Innenstadt fahren darf oder nicht.

Benziner mit geregeltem Katalysator kommen grundsätzlich in die beste Schadstoffklasse fünf, Fahrverbote werden also überwiegend Dieselfahrzeuge treffen. Das ruft die Filterhersteller auf den Plan. Bei Twin-Tec in Königswinter und bei HJS in Menden laufen die Maschinen auf Hochtouren. […]

…Sowohl HJS als auch Twin-Tec arbeiten mit einem so genannten offenen System, das ohne Eingriff in die Motorelektronik eingebaut werden kann. Das drückt die Kosten und senkt die Montagezeit auf maximal eine Stunde. Geschlossene Systeme, wie sie moderne Dieselautos ab Werk haben, sind für die Nachrüstung laut Twin-Tec-Sprecher Rainer Werthmann zu teuer.

Je nach Modell kostet die Nachrüstung zwischen 650 und 750 Euro. Dafür erhält man bei Twin-Tec einen neuen Katalysator, der den gewöhnlichen Oxidationskatalysator ersetzt. In dem neuen Bauteil werden die Abgase auf ein speziell beschichtetes Vlies aus porösem und besonders hartem Metall gelenkt. Dort verfangen sich vor allem die kleinsten Rußteilchen, die im Verdacht stehen, besonders gesundheitsschädlich zu sein.

Damit die Poren im Vlies nicht verstopfen, müssen sie regelmäßig gereinigt werden. In geschlossenen, also ab Werk eingebauten Filtersystemen spritzt die Motorelektronik dazu immer mal wieder mehr Kraftstoff ein. So steigt die Abgastemperatur, und die Partikel im Filter verbrennen. Twin-Tec nutzt für diese Verbrennung die chemischen Eigenschaften der Beschichtung. Sie verwandelt alle Rückstände bei normaler Betriebstemperatur durch Oxidation in unschädliche Abgase.

So soll der Filter die Zahl der ultrafeinen Teilchen mit einer Größe von weniger als einem zehntausendstel Millimeter um 80 Prozent verringern. Ein bislang nach Abgasnorm Euro 3 eingestufter Diesel unterbietet mit Nachrüstfilter die schärferen Euro-4-Werte. […]

Eine Plakettenpflicht besteht zwar nicht. Wer sich aber den Aufkleber spart, dessen Auto wird bei einem möglichen Fahrverbot behandelt wie ein Uralt-Diesel mit Euro-1-Norm oder ganz ohne Schadstoffeinstufung. Es wird also auf jeden Fall von Fahrverboten betroffen sein.

Doch auch nachrüstwillige Fahrer könnten Probleme bekommen. Denn die Nachrüstfilter werden für jedes Modell maßgeschneidert und sind nicht sofort für alle Selbstzünder verfügbar. "Natürlich konzentrieren wir uns auf die Motoren, die am Markt besonders weit verbreitet sind", sagt Twin-Tec-Sprecher Werthmann und verweist dabei vor allem auf die 1,9-Liter-Diesel aus dem Volkswagen-Konzern. "Außerdem haben wir ganz gezielt auch ältere Modelle im Blick, die bislang nur Euro 3 und Euro 2 erfüllen." Für welche Fahrzeuge ein Filter verfügbar ist, zeigt die Internet-Seite www.twintec.de. [...]

(Anmerkung von Twin-Tec: Derzeit laufen alle Vorbereitungen, um das Lieferprogramm erheblich zu erweitern:
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Südkurier - 11.03.2006

Dicke Luft im Land

Feinstaubwerte überschritten

Stuttgart (dpa) Trotz zahlreicher Aktionspläne gegen den gesundheitsschädlichen Feinstaub gibt es weiter keine Entwarnung: An drei Messpunkten im Land ist der Jahresgrenzwert für Feinstaub bereits jetzt überschritten, teilte das Umweltministerium in Stuttgart mit. Betroffen sind die Stellen Stuttgart-Neckartor, Tübingen-Unterjesingen und Ludwigsburg-Friedrichstraße. Hier ist der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an mehr als den pro Jahr zulässigen 35 Tagen übertroffen worden.

"Die Situation hat sich zusätzlich durch den anhaltenden Winter verschärft, da es zu wenig Luftaustausch gibt und sich Schadstoffe deshalb am Boden anreichern", sagte Umweltministerin Tanja Gönner (CDU). Wegen der hohen Werte würden für weitere besonders belastete Gebiete im Land Aktionspläne zur Feinstaubreduzierung vorbereitet. Im Laufe des Jahres soll feststehen, wo das sein wird. Bisher waren für landesweit 14 Kommunen Aktions- und Luftreinhaltepläne geplant. In Stuttgart zum Beispiel ist der Aktionsplan zu Beginn des Jahres in Kraft getreten. Seither gilt ein Durchfahrverbot für Lastwagen. Ergebnisse, ob das Verbot zu der gewünschten Reduzierung von Feinstaub führt, stehen noch aus. "Aktionspläne alleine greifen zu kurz", sagte Gönner. Es müsse dafür gesorgt werden, dass weniger Schadstoffe ausgestoßen und gleichzeitig großräumig an den Emissionsquellen angesetzt werde, wie etwa bei den Fahrzeugen.

Die Akzeptanz des Durchfahrverbots ist nach den Worten von Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle (CDU) zufrieden stellend. "Es gibt Verstöße, die halten sich aber in Grenzen." So seien in der vergangenen Woche von 850 kontrollierten Lastwagen 141 unberechtigt in die Stadt eingefahren. "Sie wurden wieder zurückgeschickt und haben dadurch erhebliche Zeit verloren und wurden außerdem mit einem Bußgeld von 20 Euro belegt", sagte Köberle. Er kündigte weitere Kontrollen an.

Für Stuttgart, Tübingen, Reutlingen, Pleidelsheim (Kreis Ludwigsburg) und Ilsfeld (Kreis Heilbronn) sind Luftreinhalte- und Aktionspläne in Kraft getreten. Für weitere neun Kommunen (Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Mühlacker, Pforzheim, Leonberg, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd) werden noch im März Pläne beschlossen.

Auto Presse.de - 05.03.2006

Ab sofort Partikelfilter für 110 Automodelle

In allen bundesweit 250 Vergölst-Fachbetrieben können Dieselfahrzeuge ab sofort mit dem wartungsfreien Dieselrußpartikelfilter von Twin-Tec nachgerüstet werden.

Der Autoservice-Dienstleister Vergölst hat jetzt einen schnellen und einfachen Einbauservice für Russpartikelfilter im Angebot. Durch die Nachrüstung von Dieselautos mit einem Partikelfilter werden nicht nur drohende Fahrverbote abgewehrt und steuerliche Vorteile gesichert, sondern auch der Verkaufswert des Fahrzeugs stark erhöht und der Ausstoß krebserregender Substanzen erheblich verringert.

In allen bundesweit 250 Vergölst-Fachbetrieben können Dieselfahrzeuge ab sofort mit dem wartungsfreien Dieselrußpartikelfilter von Twin-Tec nachgerüstet werden. Der Einbau kostet je nach Fahrzeug ab 680 Euro. Nach dem Einbau füllen die Fachleute eine Abnahmebescheinigung aus. Sie ist Voraussetzung für den Eintrag der Partikel-Minderungsstufe (PM-Stufe) in die Fahrzeugpapiere. Eine zusätzliche Abgasuntersuchung ist nicht nötig. (ar/nic)

Verkehrs-Rundschau - 02.03.2006

Protest

Die Umweltorganisation Greenpeace protestierte am Donnerstag in Kiel gegen hohe Feinstaub- und Dieselrußwerte. Ein Sprecher teilte mit, dass Experten die überhöhten Konzentrationen am Landtag auf „Kindernasenhöhe“ gemessen hätten. Schließlich seien die Kleinsten unserer Gesellschaft am stärksten von der Belastung betroffen. Deshalb appellierte Greenpeace an den Kieler Ministerpräsidenten und amtierenden Bundesratspräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU), sich auf Bundesebene für die Förderung von Dieselrußfiltern einzusetzen. (dpa/wb)

TÜV Auto-Report 2006

Tuning fürs Portemonnaie

Zehn Millionen Autofahrer können kräftig Kfz-Steuern sparen - durch eine schnelle, preiswerte Nachrüstung

Einmal kräftig an der Steuerschraube drehen, und zwar nach unten - wer träumt nicht davon, den Finanzminister mal zu ärgern? Rund zehn Millionen Halter älterer Gebrauchter können das tatsächlich. Gerade bei Benzinern gilt: Mit relativ geringem finanziellem Aufwand sind Steuerersparnisse von mehr als der Hälfte drin. 206 Euro Kfz-Steuer im Jahr statt 347 Euro für einen Audi A4 oder 95 Euro statt 196 Euro für einen VW Golf - ist das ein Wort?

Wie das geht? Durch Nachrüstung mit einem Kit, der die Schadstoffnorm verbessert. Von Hersteller Twin-Tec gibt es den KLR (Kaltlaufregler, um 125 Euro plus eine halbe Stunde Einbau) [...]. Diese Sparlösungen gibt es für viele gängige Volumenmodelle. Die Systeme bringen in den meisten Fällen Autos von der Norm Euro 1 auf die Euro 2, was die Steuersätze mehr als halbiert (siehe Tabelle). In einigen Fällen (etwa Golf und Astra) ist sogar der Aufstieg von Euro 1 nach D 3 möglich (entspricht dem Steuersatz von Euro 4). Je größer der Hubraum, desto größer ist die Ersparnis und desto schneller rechnet sich die Nachrüstung. Denn klar ist: Wer nachrüsten will, sollte seinen Wagen noch einige Zeit fahren. Die Beispiele oben zeigen aber, daß sich der Einbau mitunter schon nach rund einem Steuerjahr rechnet. Spätestens beim nächsten bestandenen TÜV sollte also in der Werkstatt nach der Nachrüstmöglichkeit und den fälligen Kosten gefragt werden. Nicht vergessen: Auch bei einem Weiterverkauf ist ein deutlich günstigerer Steuersatz ein geldwertes Argument.

Schärfer rechnen müssen Halter von Dieseln, denn bei denen klappt die rede Normverbesserung nur nach Einbau eines neuen Upgrade-Kats Obwohl die Umrüstung im Vergleich zu Benzinern stets teurer ist, kann sie sich auch beim Diesel rechnen. [...]

Roland Bunke

Hamburger Abendblatt vom 23.02.2006

Diesel-"Stinkern" droht künftig ein Fahrverbot

Feinstaub: Kabinett handelt. Autos dürfen bei hoher Luftbelastung nur noch mit Rußfiltern fahren. Dafür werden Plaketten vergeben.

Bei Feinstaubalarm müssen Diesel-Autos mit hohem Rußausstoß demnächst mit Fahrverboten rechnen.

Das Bundeskabinett beschloß die Einführung von Plaketten, an denen die Höhe der Emissionen erkennbar sein soll. Danach können die Kommunen bei hohen Konzentrationen des gefährlichen Feinstaubs Fahrverbote für besonders schadstoffreiche Autos verhängen. Die Regelung soll noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Feinstaub wird für schwere Atemwegserkrankungen und Krebs verantwortlich gemacht. Die Fahrverbote sollen helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Die geltenden EU-Grenzwerte wurden 2005 in etwa 30 deutschen Städten überschritten.

Vorgesehen sind jetzt fünf Schadstoffklassen und vier unterschiedliche numerierte Plaketten. Sie zeigen an, welche EU-Abgasnorm der Wagen einhält. Alte Diesel-"Stinker" und "Benziner" ohne geregelten Katalysator erhalten keine Plakette. Wenn ein Fahrverbot verhängt wird, sind sie als erste betroffen. Wer Euronorm 2, 3 oder 4 einhält, kann eine entsprechende Plakette bekommen. Plakette fünf soll den saubersten Diesel-Autos mit Partikelfilter sowie Benzinern mit geregeltem Katalysator und schadstoffarmen Gas- oder Elektrofahrzeugen vorbehalten sein, bei denen Feinstaub kein Thema ist. Wer einen Rußfilter nachrüstet, s oll seine Einordnung verbessern können. Die weißen Plaketten mit schwarzen Ziffern sollen von den Landesbehörden und den rund 30 000 ASU-Prüfstellen ausgegeben werden und wohl unter zehn Euro kosten.

Ob man sie beantragt, bleibt den Autofahrern überlassen. Sie tragen dann aber das Risiko, bei einem Fahrverbot ohne Plakette nicht fahren zu dürfen. Wer bei welcher Feinstaubbelastung noch auf die Straße darf, sollen die "nach Landesrecht zuständigen Behörden" entscheiden. Bundeseinheitlich soll nur die Kennzeichnung sein. Ohne diese wäre ein Fahrverbot für die Polizei nach Angaben des Umweltministeriums kaum überprüfbar. Die nötige Zustimmung des Bundesrates zu der Verordnung gilt als sicher.

Pressemitteilung Nr. 029/06 des BMU vom 22.2.2006

Bundeskabinett beschließt Verordnung zur Kennzeichnung von emissionsarmen Fahrzeugen

Das Bundeskabinett hat heute die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgelegte Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge beschlossen. Damit wird die Kennzeichnung von Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Bussen nach der Höhe der Partikelemissionen bundesweit einheitlich geregelt. Die Einteilung nach Schadstoffgruppen ermöglicht den zuständigen Behörden lokal und regional angepasste Maßnahmen zur Verkehrsbeschränkung zu ergreifen. In welchem Umfang die mit Plaketten gekennzeichneten Fahrzeuge fahren dürfen, entscheiden die nach Landesrecht zuständigen Behörden.

Die geltenden EU-Grenzwerte für Feinstaub wurden im Jahr 2005 in rund 30 deutschen Städten überschritten. Zur Vermeidung dieser Überschreitungen sehen die Maßnahmenkataloge der Länder Verkehrsbeschränkungen vor. Denn eine maßgebliche Ursache von Feinstaub sind die Partikelemissionen aus Dieselmotoren. Die heute vom Bundeskabinett beschlossene Verordnung regelt die bundeseinheitliche Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen. Ohne Kennzeichnung der Fahrzeuge müsste die Polizei bei der Überwachung von Verkehrsbeschränkungen jedes Fahrzeug einzeln kontrollieren, was zu einem kaum vertretbaren Verwaltungsaufwand führen würde.

Die Zuordnung zu den Schadstoffgruppen erfolgt nach den europäischen Grenzwertstufen, die von den Fahrzeugen eingehalten werden - etwa Euro 2, Euro 3 und so weiter. Gekennzeichnet werden alle Fahrzeuge der Klassen Euro 2 (Pkw), Euro II (Lkw) und besser, bis hin zu Euro 5 (Partikelfilter für Diesel-Pkw). Die Plaketten sind einheitlich weiß und enthalten in schwarzer Schrift die Nummer der Schadstoffgruppe. Damit ist die Einteilung der Fahrzeugflotte auf der Grundlage europäischer Regelungen nach ihrem Partikelausstoß klar geregelt. Autobesitzer können durch Nachrüstung der Fahrzeuge die Eingruppierung in eine bessere Schadstoffgruppe erreichen. Ausgabestellen für die Plaketten sind Landesbehörden sowie die zur Abgasuntersuchung zugelassenen Stellen, also auch über 30.000 zugelassene Werkstätten. Über den Erwerb der Plakette können die Autobesitzer selbst entscheiden.

Die Verordnung bedarf der Zustimmung des Bundesrates, sie muss gegenüber der EU notifiziert werden.

Financial Times Deutschland vom 22.2.2006

Exklusiv Plaketten regeln Fahrverbote für Autos

Bund und Länder wollen eine einheitliche Kennzeichnung von Autos mit Plaketten durchsetzen. Damit soll verhindert werden, dass es bei Fahrverboten wegen zu hoher Feinstaubbelastung zu Chaos kommt.

Nach der Plakettenverordnung, die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll, werden Pkw und Lkw in die Schadstoffgruppen 0 bis 5 eingeteilt. Der Bundesrat könnte am 7. April zustimmen.

Fahrzeuge, deren Abgaswerte nicht die Norm Euro 2 erfüllen, fallen unter Fahrverbote bei Feinstaubalarm. Autos und Lkw, die die Normen Euro 2 bis Euro 5 schaffen, können von Fahrverboten nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz ausgenommen werden. Voraussetzung: Die Kommune hat ein entsprechendes Verkehrsschild aufgestellt.

Das Bundesumweltministerium sieht die Plakettenverordnung als Dienstleistung für Länder und Kommunen. Durch eine einheitliche Kennzeichnung soll verhindert werden, dass beispielsweise ein Autofahrer aus München von einem Fahrverbot in Hamburg gestoppt wird, nur weil seine Münchner Plakette nicht anerkannt wird.

Gebührenpflichtige Plakette

Es gibt für den Autofahrer keine Pflicht, sich die Kennzeichnung zu besorgen. Doch ohne Plakette kann er ein Fahrverbot nicht umgehen - selbst wenn er ein relativ abgasarmes Auto fährt. Die Plakette ist gebührenpflichtig, die Höhe wird von den Kommunen festgelegt. Ausgegeben wird sie bei den Kfz-Zulassungsbehörden und anderen Stellen, die Abgasuntersuchungen machen. In der Praxis soll dann jede Kommune die Möglichkeit haben, unter dem Verkehrsschild "Smog-Zone" anzuzeigen, für welche Schadstoffklassen das Fahrverbot in dieser Zone nicht gilt. Stuttgart beispielsweise will ab 2012 auch Autos der Schadstoffklasse 2 aus den Smog-Zonen aussperren. Die Plaketten der Schadstoffklassen 2 bis 4 werden in Schwarz-Weiß gehalten sein. Diese Klassen betreffen nur Dieselmotoren und orientieren sich an den Schadstoffnormen Euro 2 bis 4. Der Entwurf der Verordnung liegt der FTD vor.

Grün für Euronorm 5

Allein die Schadstoffklasse 5 wird mit einer grünen Plakette ausgezeichnet. In diese Klasse fallen Diesel und Benzinmotoren, die die künftige Norm Euro 5 erfüllen. Diese Norm soll ab dem Jahr 2010 greifen und sieht für Diesel einen Rußpartikelwert von höchstens fünf Milligramm je Kilometer vor. Außerdem soll es dann einen scharfen Grenzwert für Stickoxide geben.

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) lobte den Vorstoß für die Plakettenverordnung. Weil einzelne Aktionspläne der Kommunen Fahrverbote für Fahrzeuge mit veralteter Abgastechnik vorsähen, sei eine möglichst unbürokratische und transparente Regelung zur Kennzeichnung nötig. Wichtig sei, dass auch die Nachrüstung von älteren Fahrzeugen der Norm Euro 1 auf Euro 2 geregelt werde.

"Ich gehe davon aus, dass der Bund seine diesbezüglichen Zusagen einhalten wird. Dann könnte die Verordnung in der Länderkammer eine breite Zustimmung erhalten", sagte Gönner der FTD. Außerdem forderte sie eine steuerliche Förderung der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Partikelfiltern. Die Förderung solle 300 Euro betragen. Für ungefilterte Diesel müsse es einen Malus geben.

Bild am Sonntag vom 19.2.2006

So wird Ihr alter Diesel sauber

Feinstaub, Filter, Fahrverbote

Fast jedes zweite neu zugelassene Auto ist heute ein Diesel. Die Selbstzünder sind beliebt, weil sie relativ wenig verbrauchen und dennoch ordentlich Leistung bringen. Aber Vater Staat hat sie auf dem Kieker, weil kleine Partikel aus dem Auspuff fliegen, an denen Schadstoffe haften. Und die stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Aber dagegen ist ein Kraut gewachsen: der Partikelfilter. Peugeot und Citroen haben ihn schon lange (serienmäßig). Die Konkurrenzu glaubte zunächst den Trend ausbremsen zu können, bietet den Rußschlucker inzwischen aber auch an.

Aber was tun, wenn man einen alten Diesel hat? Ohne Filter werden Sie den kaum los, denn es drohen Sanktionen: Strafsteuern und sogar Fahrverbote bei zu hoher Feinstaubbelastung. Kommunen und Städte im In- und Ausland sperren die Qualmer aus.

Aber es ist Abhilfe in Sicht. Nachdem der Bundestag im Dezember endlich die Richtwerte für Nachrüst-Partikelfilter festgelegt hat, sind jetzt die ersten Rußkatalysatoren auf dem Markt. Die Firma Twin-Tec (Tel. 0180/567 00 12, www.twintec.de) ist Vorreiter (siehe Liste, weitere Modelle in Vorbereitung). Zu den angegebenen Preisen kommen die Einbaukosten hunzu. Auto-Teile Unger (ATU) bietet die Nachrüstung für pauschal 50 Euro an. [...] Erwartet wird eine Befreiung im Wert von 250 Euro.

Der Vorteil könnte aber noch größer werden, denn wer nicht nachrüstet, muß mit Strafsteuern rechnen. Für Neuwagen ohne Rußpartikelfilter soll dieser erhöhte Steuersatz laut Koalitionsvertrag bereits ab 2008 gelten. Wer nachrüstet, verbessert nicht die Einstufung (Euro3, Euro4 usw.) wondern die sogenannte Partikel-Minderungsstufe (PM 1, PM 2, PM 3). Die gelpante Kennzeichnungsverordnung sieht dafür als Belohnung eine Plakette vor, die vor Fahrverboten schützt (PM-3-Autos dürfen am längsten fahren).

Fazit: Wer seinen alten Diesel nachrüsten kann, sollte das aus drei Gründen tun:

1.) Der Wiederverkaufswert steigt deutlich.
2.) Es ist eine Steuerbefreiung (250 Euro) zu erwarten; wer nicht nachrüstet, riskiert eine Strafsteuer.
3.) Diesel mit Partikelfilter sollen von Fahrverboten ausgenommen werden


von Joachim R. Walther

Auto Bild vom 10.2.2006

Diese Autos können Sie nachrüsten

Endlich: Dieselpartikelfilter zum Nachrüsten sind da. Der Einbau des Saubermanns soll bald steuerlich gefördert werden

Deutschlands Diesel sollen sich das Rauchen abgewöhnen, per Dieselpartikelfilter ("DPF"). Dieses ko-Ziel hat die neue Bundesregierung von der alten übernommen. Die steuerliche Förderung dagegen soll nicht so großzügig ausfallen, wie sie noch 2005 geplant war. Die gravierende Kürzung: Halter von Neuwagen mit DPF sollen keinen Zuschuß vom Finanzamt bekommen. Warum nicht? Die Antwort der Politik: Der DPF ist Stand der Technik, gehört bei Neuwagen deshalb werksseitig an Bord (aktuelle Übersicht siehe AUTO BILD 5/06). Ab 2008 wünscht man sich dann die serienmäßige Ausrüstung aller Neuwagen mit dem Filter.
 

Nur die Filter-Nachrüstung soll gefördert werden


 

Halter von neuen Dieseln ohne den Saubermann sollen ab 2008 mit erhöhten Kfz-Steuersätzen bestraft werden. So steht es kurz und bündig im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD. Zitat: "Wir werden die Nachrüstung von Kraftfahrzeugen mit Partikelfiltern aufkommensneutral steuerlich fördern und ab 2008 neue Kraftfahrzeuge ohne diesen Standard mit einem steuerlichen Malus belegen. Die gute Nachricht darin: Die Nachrüstung von filterlosen Dieseln, die bereits auf der Straße sind, soll gefördert werden. Im Gespräch sind 250 Euro, wahrscheinlich als Steuerfreibetrag - beschlossen ist dazu aber noch nichts. Denn erst im Dezember hat der Bundesrat die technischen Rahmenbedingungen für die Nachrüstung verabschiedet. Nur Partikelfilter nach diesen Vorgaben erhalten auch eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE). Neben der Steuerförderung soll ein nachgerüsteter Wagen mit der geplanten Kennzeichnungsverordnung eine Plakette bekommen, die ihn als besonders schadstoffarm ausweist. Der Umweltschutz, die geplante Steuerförderung sowie die mögliche Ausnahme von Fahrverboten sprechen also für die Nachrüstung mit einem Dieselpartikelfilter. Daneben der Werterhalt und die besseren Verkaufschancen als Gebrauchter. Wichtig aber: Die Abgas- und Steuernorm verbessert sich durch den Einbau des Partikelfilters nicht. Euro 3 bleibt also Euro 3, Euro 4 bleibt Euro 4. Die Produzenten von Nachrüstfiltern sind startbereit, Hersteller Twin-Tec kann für viele Modelle bereits liefern (siehe Tabelle), wird sein Programm auf weitere Fahrzeugmarken und Modelle erweitern. Die Hersteller HJS und Vitkus etwa wollen in den nächsten Wochen folgen. Über die Angaben der Tabelle kann der Dieselfahrer sein Modell genau identifizieren. Wichtig dabei sind Typ, Motorkennbuchstabe, Baujahr, Abgasnorm und Hersteller- wie Typschlüsselnummern (HSN und TSN; im Fahrzeugschein "zu 2" und die ersten drei Ziffern "zu 3"). Die vorgeschriebene "PMStufe" ("Partikelminderungs- Stufe") des Filters ist verbunden mit der Abgasnorm. Die PM-Stufen reichen von eins bis drei. Stufe drei bezeichnet dabei den besten, also saubersten Wert. Eine Frage mag sich der Dieselfahrer schließlich noch stellen: Ist die Nachrüsttechnik schon ausgereift? Die Antwort darauf lieferte bereits im Jahr 2004 der Nachrüstfilter von Twin-Tec in einem Dauertest von AUTO BILD. Nach 50 000 Kilometern Fahrt mit Filter in einem Golf IV TDI Variant hieß es: Alle Werte im grünen Bereich.
Roland Bunke

amz – auto-motor-zubehör Heft 1-2 Februar 2006

Grüne Karte für den Rußfilterkat

Die Rußpartikel von Dieselautos müssen reduziert werden, damit sie auch in Zukunft hohen Schadstoffgrenzwerten genügen. Im Dezember hat der Bundesrat die für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltern notwendigen technischen Rahmenbedingungen mit der Anlage XXVI zur Straßenverkehrszulassungsverordnung verabschiedet. Rund zweieinhalb Jahre hat man bei Twin-Tec in Königswinter auf diese Entscheidung gewartet. Jürgen Rinn hat sich mit Unternehmenssprecher Rainer Werthmann über die sich daraus ergebenden Perspektiven für die Kfz-Branche unterhalten.

Amz: Herr Werthmann, wird es Engpässe bei der Belieferung des Handels und der Kfz-Werkstätten geben?

Werthmann: Marktstudien haben ergeben dass bei einer steuerlichen Förderung und drohenden Fahrverboten Millionen Dieselfahrer ihr Fahrzeug mit Partikelfilter nachrüsten werden. Schon bald sind Lieferengpässe und längere Lieferzeiten vorprogrammiert. Aber wer schnell reagiert wird auch schnell beliefert, wir sind dabei, die ersten System auszuliefern. Wer direkt Anfang des Jahres nachrüstet, hat gute Chancen noch schnell seinen Rußfilterkat zu bekommen.

Amz: Für welche Fahrzeuge bietet Twin-Tec den Rußfilterkat an?

Werthmann: Natürlich arbeiten wir permanent an der Erweiterung unseres Lieferprogramms. Derzeit bieten wir Systeme für mehr als zwei Millionen Fahrzeuge von Audi, Ford, Mazda, Nissan, Opel, Renault, Skoda, Seat, Volvo und VW an. Übrigens meist Euro-4- und Euro-3-Fahrzeuge. Die genauen Fahrzeugtypen sind im Internet unter www.dieselrussfilter.de aufgeführt.

Amz: Und, können Sie auch liefern?

Werthmann: Können wir. Alle in unserem Lieferprogramm aufgeführten Rußfilterkatalysatoren für die genannten Fahrzeughersteller sind lieferbar.

Amz: Wie erfolgt der Einbau?

Werthmann: Alle Systeme werden in bewährter Twin-Tec-Qualität inklusive Anbausatz und verständlicher Einbauanleitung geliefert. Der Rußfilterkat wird entweder zusätzlich zum vorhandenen Katalysator, an Stelle eines Schalldämpfers oder an Stelle eines vorhandenen Katalysators in die Abgasanlage eingebaut.

Amz: Kann der vorhandene Kat weiter verwendet werden?

Werthmann: Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften müssen vorgeschaltete Katalysatoren vor der Umrüstung erneuert werden, wenn diese länger als fünf Jahre oder für mehr als 80 000 Kilomet im Fahrzeug verbaut waren.

Amz: Wie lange gibt Twin-Tec Garantie auf den Rußfilterkat?

Werthmann: Twin-Tec übernimmt für den Rußfilterkat eine Garantie auf Funktionstüchtigkeit, Maßgenauigkeit und Lebensdauer für drei Jahre oder 80 000 Kilometer Laufleistung ab Einbau, je nachdem, was zuerst eintritt.

Amz: Erlischt bei einem mit dem Rußfilterkat nachgerüsteten Fahrzeug die Herstellergarantie, beziehungsweise kann diese vom Hersteller entzogen werden?

Werthmann: Für die Qualität unserer Produkte stehen wir ein. Alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen liegen vor. Der Einbau von Twin-Tec-Produkten in ein Fahrzeug berührt bestehende Gewährleistungs- oder Garantieansprüche gegen den Fahrzeughersteller nicht. Europäische Komission und Bundeskartellamt haben klargestellt, dass anders lautende Garantiebedingungen des Fahrzeugherstellers mit der aktuellen Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung nicht vereinbar sind.



 

ADACmotorwelt Heft 2 - Februar 2006 Seite 3

Nicht nur reden - handeln!

Russfilter.Es steht im Koalitionsvertrag, und gerade hat es der Bundeswirtschaftsminister bei der ADAC-Preiverleihung "Gelber Engel" wiederholt: Die Nachrüstung von Dieselautos mit Partikelfiltern soll gefördert werden. Fragt sich nur, warum nichts passiert.

Zwar steht endlich fest, was Nachrüstfilter leisten müssen; deshalb kommen jetzt immer mehr auf den Markt (Seite 10). Aber warum sollten Dieselfahrer dafür freiwillig 500 bis 800 Euro ausgeben? Bei der Einführung des Katalysators hat sich gezeigt, dass solche Umwelttechnik erst dann den Siegeszug antritt, wenn der Staat finanziell anschiebt. Das gilt auch für den Kauf von Neuwagen. Leider spricht niemand mehr von einem Steuerbonus für Autofahrer, die dabei der Umwelt zuliebe tiefer in die Tasche greifen. Stattdessen soll ab 2008 mit Steuermalus bestraft werden, wer einen neuen Diesel ohne Filter kauft. Das ist der falsche Weg!Wir brauchen Steuerförderung für beides: 600 € für Neuwagen und für Filter-Nachrüstung, die ein Auto so rußarm macht wie ein neues; 300 € für Nachrüstungen mit einfacheren Filtern. Der ADAC hat ein Kfz-Steuermodell vorgelegt, mit dem das möglich ist, und fordert die Politiker in Bund und Ländern auf: Handelt endlich!

Ruth Goblirsch, Stellvertrende Chefredakteurin

Rhein-Zeitung 8.2.2006

Strafe für Schmutz-Diesel

Feinstaubproblem immer dramatischer: Umweltministerium plant Sonderabgabe für Pkw ohne Filter

Deutschland bekommt das Feinstaubproblem nicht in den Griff. Nun plant die Bundesregierung eine Strafsteuer für alle Dieselfahrzeuge, die auch bis 2008 noch keine Dieselfilter nachgerüstet haben. Im Gespräch sind 500 bis 600 Euro.

BERLIN. Mit jedem neuen Tag gerät Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) stärker unter Druck: Koblenz, Stuttgart, Frankfurt, Jena, München, Cottbus, Hildesheim, Erfurt - die Liste der Städte, in denen es besonders stark "stinkt", wird immer länger. Einige Messstationen verzeichnen seit Jahresbeginn beinahe täglich Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte durch gesundheitsschädliche Feinstaubpartikel. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurde allein im Januar an fast 200 Messstationen der Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an mehr als zehn Tagen übertroffen. Auch im Februar setzt sich dieser Besorgnis erregende Trend fort. Die Sünderliste wird täglich länger. In einigen Städten wurde inzwischen sogar an 20 und mehr Tagen der zulässige Feinstaubwert überschritten. Laut einer für alle EU-Länder seit Januar 2005 verbindlichen Richtlinie darf aber dieser Grenzwert je Ort nur an maximal 35 Tagen im gesamten Jahr überschritten werden. Sonst drohen Sanktionen durch die EU.

Die staubigste Stadt ist derzeit Berlin. Schon jetzt ist abzusehen, dass bis zum Jahresende weit mehr Städte zu Aktionsplänen mit Umleitungen und Straßensperrungen greifen müssen als gedacht. Der lang anhaltende Winter, die kalte, windarme Witterung sorgen in vielen Städten für eine hohe "Hintergrundbelastung" aus Heizanlagen und Fabriken - und kein frischer Wind bläst die winzigen Rußteilchen davon, die vor allem viele der rund neun Millionen Dieselautos und eine riesige Zahl von Bussen und Lkw aus dem Auspuff schleudern. Nicht nur das Umweltbundesamt bedrängt die schwarz-rote Bundesregierung deshalb massiv, das Problem endlich energisch anzugehen. Auch die Städte weisen immer ungeduldiger auf fehlende Rechtsgrundlagen hin; sie fordern Fahrverbote für Diesel-Pkw mit hohem Schadstoffausstoß in den Innenstädten.

Für Umweltminister Gabriel steht bereits fest: Es wird keine steuerliche Begünstigung für Autos geben, die ab Werk einen Dieselrußfilter eingebaut haben. Für die Nachrüstung sind allerdings Steueranreize geplant. Im Gespräch sind 250 Euro. Und für Dieselfahrzeuge ohne Filter ist ab 2008 eine Strafsteuer von bis zu 600 Euro fällig.

Freidhelm Fiedler

TWIN-TEC

 

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